Djokovic, Rublev & Zverev beklagen Diskriminierung von Russen

Foto von JC unter der CC by SA 2.0 Lizenz

Die Entscheidung des Wimbledon-Turniers russische und belarussische Spieler und Spielerinnen auszuschließen, sorgt für viel Unmut in der Tennisgemeinde. Unter anderem haben sich Topspieler wie Novak Djokovic, Andrey Rublev und Alexander Zverev gegen diese Regelung ausgesprochen.

„Die Gründe, die sie uns genannt haben, machten keinen Sinn, sie waren nicht logisch. Was jetzt passiert, ist eine komplette Diskriminierung gegen uns“, äußerte sich der selbst betroffene Weltranglistenachte Andrey Rublev. Eine durchaus berechtigte Kritik, da Wimbledon den Ausschluss unter anderem mit dem Schutz der russischen Spieler begründete.

Rublev selbst hatte sich bereits vor einigen Wochen gegen den Krieg ausgesprochen. „Es geht jetzt nicht um Tennis, es geht jetzt nicht um Sport, es geht darum, dass auf der ganzen Welt Frieden herrscht. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen“, erklärte der Russe in den sozialen Medien. Zudem hat Rublev angeboten, sein komplettes Preisgeld, das er beim Wimbledon-Turnier erspielt, zu spenden.

Djokovic hält Russen-Ausschluss für verrückt

Auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic sprach sich gegen die Diskriminierung der russischen und belarussischen Spieler aus. „Ich werde den Krieg immer verurteilen, ich werde den Krieg niemals unterstützen, da ich selbst ein Kind des Krieges bin. Ich weiß, wie viel emotionales Trauma es hinterlässt. Wir in Serbien wissen alle gut, was 1999 geschah, auf dem Balkan hatten wir in der jüngeren Geschichte viele Kriege, die einfachen Menschen leiden immer am meisten. Allerdings kann ich die Entscheidung von Wimbledon nicht mittragen, ich halte sie für verrückt. Tennisspieler und Sportler haben damit nichts zu tun. Wenn sich die Politik in den Sport einmischt, geht das nie gut aus“, erklärte der Serbe in einer Pressekonferenz des Turniers in Belgrad.

Auch Alexander Zverev kritisiert Wimbledon-Entscheidung

„Die Entscheidung zeigt, dass die verschiedenen Tennis-Gemeinschaften nicht zusammenstehen“, erklärte die deutsche Nummer 1. „Wir spielen das ganze Jahr auf der Herren-Tour mit einer Regel. Nämlich, dass die russischen Tennisspieler nicht unter russischer Flagge spielen dürfen“, fuhr Zverev fort. Zverev sieht keinen Grund, russische und belarussische Spieler von dem wichtigsten Grand Slam Turnier des Jahres auszuschließen. „Ich denke schon, dass man diesen Einzelsportlern die Chance geben sollte, zu zeigen, dass sie gegen Krieg sind. Wenn Andrej sein ganzes Preisgeld spenden will, warum sollte er dann nicht in Wimbledon spielen?“, fragte Zverev. Zudem sei es ein Riesenproblem für die Weltrangliste erklärte der Deutsche: „Irgendwann ergibt auch die Tennis-Rangliste keinen Sinn. Wenn du als Top-Spieler keinen Grand Slam spielen darfst, macht es keinen Sinn, die Rangliste zu haben.“

Neueste Artikel

Prognose: Carlos Alcaraz gegen Carreño Busta – ATP Barcelona Finale

Im Finale des ATP-Turniers in Barcelona kommt es zum spanischen Duell des aufstrebenden Talents Carlos Alcaraz gegen den Routinier Pablo Carreño Busta. Nachdem Carlos Alacar am heutigen Nachmittag nach 3,5 Stunden Alex De Minaur bezwingen

Djokovic, Rublev & Zverev beklagen Diskriminierung von Russen

Die Entscheidung des Wimbledon-Turniers russische und belarussische Spieler und Spielerinnen auszuschließen, sorgt für viel Unmut in der Tennisgemeinde. Unter anderem haben sich Topspieler wie Novak Djokovic, Andrey Rublev und Alexander Zverev gegen diese Regelung ausgesprochen.

ATP Belgrad: Rublev im Halbfinale – Otte scheitert an Fognini

Beim ATP Turnier in Belgrad konnten sich Andrey Rublev und Fabio Fognini durchsetzen und stehen nun in der nächsten Runde. Im Halbfinale kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Spieler. Für den Deutschen Oscar Otte ist

ATP Belgrad: Novak Djokovic und Andrey Rublev drehen Satzrückstand

Novak Djokovic und Andrey Rublev konnten sich nach Satzrückstand doch noch durchsetzen und stehen somit in der nächsten Runde des ATP-Turniers in Belgrad. Djokovic hatte bereits gestern sehr große Probleme mit dem Serben Laslo Djere